Oktoberfest Lederhosen: Warum die Hirschlederne auf der Wiesn die beste Wahl ist | Amsel Fashion

Oktoberfest Lederhosen: Warum die Hirschlederne auf der Wiesn die beste Wahl ist

Die Lederhose gehört zum Oktoberfest wie die Maß (Obacht: für den Bayern als solchen ist es die „Massss“) und das Riesenrad. Doch Lederhose ist nicht gleich Lederhose! Bei Länge, Material und Ausstattung gibt es viele feine Unterschiede, die aber im Gesamteindruck eine ganze Menge ausmachen. Fangen wir beim Allerwichtigsten an: dem Leder der Oktoberfest-Lederhose. Denn da sind sich Kenner einig: Die Hirschlederne ist auf der Wiesn die mit Abstand beste Wahl!

Was die Tracht und speziell die Lederhose angeht, gibt es auf dem Münchner Oktoberfest unendlich viele Variationen, die in ihren kreativen Ausprägungen so manch einem traditionellen Trachtenverfechter die (Lach-)Tränen in die Augen treiben. Von typischen Touristen-Plastik-„Lederhosen“ bis zur samtenen Karneval-Variante ist alles dabei, was sich eigentlich nicht Lederhose nennen darf. Doch immer mehr Besucherinnen und Besucher wollen sich auf dem größten Volksfest der Welt authentisch zeigen und entscheiden sich für eine hochwertige Tracht, die nicht nur auf dem Oktoberfest hervorsticht. 

Wer Wert auf eine ursprüngliche und besonders hochwertige Tracht mit Tradition legt, kommt dabei an der echten Lederhose aus Hirschleder nicht vorbei. Denn der „Hirsch“ hat gegenüber den Lederhosen aus Rinds- oder Schweinsleder so einige Vorteile zu bieten, die sich besonders an einem langen Wiesn-Tag bemerkbar machen.

Oktoberfest Lederhosen: Von Rind über Ziege bis zum Hirsch

Lederhosen für Herren werden in verschiedenen Varianten und Preisklassen angeboten. Generell bestehen sie aus Rauleder, also angerautem Velours- oder Nappaleder, das von verschiedenen Tieren stammen kann und einen besonders weichen Griff hat. Je nachdem, was der Träger auszugeben bereit ist, gibt es Qualitätsunterschiede. Günstige Modelle sind meistens aus Schweins- oder Rinderspaltleder gefertigt, Ziegenleder ist hier die Mittelklasse. Hochwertige Lederhosen bestehen dagegen immer aus Wildleder, meist in Kombination mit aufwendiger Handarbeit. 

Für eine lange Lederhose braucht es etwa zwei ganze Häute vom Wild. Die unangefochtene Nummer eins unter den hochwertigen Ledern und damit Königsklasse der Lederhosen auf dem Oktoberfest ist die Hirschlederne. Dazu zählen alle Lederhosen, die aus Rotwild-Leder gefertigt werden. Das können Leder vom Hirsch, aber auch vom Reh oder Elch sein. 

Bei AMSEL werden alle Lederhosen aus hochwertigem Hirschleder hergestellt. (Bild: AMSEL)

Bei AMSEL stammt das Leder für die Hirschledernen von speziellen Farmen in Neuseeland, die – wie wir selbst – ganz besonders auf Tierwohl und Nachhaltigkeit achten. Die Hirsche leben dort in sehr großen Gehegen mit ausreichend Weidefläche, natürlichen Wasserläufen und Seen. AMSEL nutzt mit dem kostbaren Leder das Nebenprodukt der Fleischindustrie – selbstverständlich wird kein Hirsch extra für unsere Lederhosen geschlachtet. Uns ist es wichtig, dass das komplette Tier verarbeitet wird – also vom Fleisch über das Geweih bis hin zum Leder. Das Leder aus Neuseeland entspricht den strengen Anforderungen der EU-Richtlinien.

Was die Hirschlederne so besonders macht

Hirschlederne sind dicker gearbeitet, das Leder ist weicher, anschmiegsamer und strapazierfähiger. Das kommt durch die Sämischgerbung des Leders, ein spezielles Verfahren, das die Häute ganz ohne Chemie gerbt und zu den ältesten Techniken der Lederbearbeitung zählt. Dabei wird sogenannte Trane benutzt, eine rein tierische Fettsubstanz, die in einem mehrwöchigen Prozess aus Walken und Trocknen die Hirschlederne an die Spitze der Trachten-Lederhosen setzt. Aufgrund der Sämischgerbung sieht eine hochwertige Lederhose übrigens auf der Innenseite leicht gelblich aus. 

Und warum der ganze Aufwand beim Gerben? Das alte Verfahren öffnet die Poren des Leders, macht sie durchlässiger und sorgt so für den optimalen Temperaturausgleich. Auf diese Weise kühlt die Hirschlederne bei (unter anderem im Festzelt vorherrschenden) Saunatemperaturen und wärmt bei Kälte. Wer auf dem Oktoberfest mit seiner Lederhose schon mal bei kaltem Schmuddelwetter im Biergarten sitzen musste, weil das Festzelt voll war, wird den Tragekomfort seiner Hirschledernen zu schätzen wissen. 

Auf dem Familienfest, auf dem Oktoberfest oder im Biergarten: die Hirschlederne geht immer! (Bild: AMSEL)

Die Lederhose aus Hirschleder: Nicht nur fürs Oktoberfest, sondern fürs Leben

Das Oktoberfest in München ist natürlich ein willkommener Anlass, um in die Lederhose zu schlüpfen! Doch die fühlt sich auch an vielen anderen Orten wohl: Eine qualitativ hochwertige Lederhose für Herren ist auch perfekt für Familienfeste, die Stammkneipe, Ausflüge, je nach Region für Hochzeiten oder einfach nur für einen zünftigen Spaziergang zum Biergarten geeignet. Mit der Anschaffung einer Hirschledernen investierst du also nicht nur in ein passendes Kleidungsstück für die Wiesn, das elf Monate pro Jahr im Kleiderschrank versauert, sondern in einen wahren Allrounder. 

„Hirsch ist allgemein die richtige Wahl, da es eine Anschaffung fürs Leben ist“, so AMSEL-Designerin Alexandra, die zudem erklärt: „Ziege ist zwar günstiger, aber eben nicht so langlebig. Außerdem ist das Leder nicht so weich und kann dann auch schnell unbequem werden.“

Der Kauf einer Hirschledernen lohnt sich also auch aus nachhaltiger Sicht. Damit setzt du einen bewussten Gegentrend zur allgegenwärtigen und günstigen Fast Fashion, die ebenso schnell erworben wie verschlissen wird. Bei guter Pflege bleibt deine Lederhose dagegen über Jahrzehnte in tadellosem Zustand. In vielen Familien werden die Hirschledernen sogar über Generationen weitervererbt. Da kann dann der Enkel noch die Lederhose vom Großvater tragen – trotz oder gerade wegen der Gebrauchsspuren. Denn die sind in Form der typischen speckigen Patina bei der Lederhose ausdrücklich erwünscht. 

Wirklich „echt“ ist auch die Hirschlederne eben erst dann, wenn sie einige Besuche auf dem Oktoberfest und auf den Bierbänken überstanden hat und eingetragen ist. Oft zeigen sich am Gesäß, den Taschen und an den Oberschenkeln die ersten Tragespuren. Und wer sich Sorgen über die eine oder andere Maß Bier macht, die im Zelt vielleicht auf die Hose schwappt, kann ganz beruhigt sein: Eine Lederhose von hoher Qualität übersteht so einiges. Leder stößt Schmutz naturgemäß ab. Badet die Hirschlederne also kurzzeitig im Bier, wird sie zu Hause ganz einfach ausgelüftet, bis der Geruch wieder verflogen ist.

Lederhose auf dem Oktoberfest: Was die Hirschlederne kosten darf

Keine Frage: Qualität hat immer ihren Preis. Und bei der Tracht zahlt sich die in jedem Fall aus. Wer sich also für eine Hirschlederne entscheidet, muss schon ein bisschen tiefer in die Tasche greifen. Rund 1.000 bis 1.500 Euro werden im Durchschnitt für eine Hirschlederne fällig. Der Preis liegt zum einen im hochwertigen Wildleder begründet, zum anderen ist bei guter Qualität immer auch Handarbeit mit im Spiel. 

Bei AMSEL etwa tragen die ausschließlich handgearbeiteten Lederhosen nicht nur die typische Säcklernaht an den Lederkanten, sondern zeichnen sich auch durch die aufwendigen plastischen Stickereien aus. Das traditionsreiche Säckler-Handwerk kommt aus dem frühen Mittelalter und ist so selten geworden, dass die Wartezeiten etwa bei einer maßgeschneiderten Lederhose Jahre betragen können. Knöpfe und Nähte bestehen bei unseren Lederhosen – genau wie die Hose selbst – übrigens aus reinen Naturmaterialien.

Lederhosen für Herren: So müssen sie sitzen

Du möchtest eine Oktoberfest-Lederhose kaufen? Dann hast du die Wahl: Es gibt sie in kurz, knielang oder lang, mit Hosenträgern oder ohne, hell oder dunkel sowie mit diversen Verzierungen und Stickereien. Letztere wurden früher nur zu besonderen Anlässen aufgetragen, heute kommen die meisten Lederhosen mit kunstvollen Verzierungen daher.

Hast du dich für ein Modell entschieden, kommst du bei der Anprobe vielleicht ins Grübeln: Muss die Hirschlederne wirklich so eng sitzen? Ja, deine neue Lederhose sollte beim Kauf richtig stramm anliegen! „Wenn die Lederhose fast schon wie eine Radlerhose sitzt und man das Gefühl hat, sie ist etwa eine Größe zu klein, dann ist sie perfekt“, erklärt Designerin Alexandra.

Der Grund: Leder weitet sich als Naturmaterial beim Tragen, was heißt, dass sich die Hirschlederne noch einmal um rund eine Größe dehnen wird.

Dank des Zickels kannst du deine Lederhose im Handumdrehen weiter oder enger machen. (Bild: AMSEL)

Was hat es bei Lederhosen mit dem Zwickel auf sich?

Achte beim Kauf darauf, dass deine Lederhose mit einem sogenannten Zwickel ausgestattet ist. Denn dieser kleine Keil an der Rückseite des Hosenbundes gibt der Lederhose mehr Spielraum und sorgt dafür, dass sie sich ihrem Träger anpassen kann. Mit einem Lederband kannst du damit die Weite ganz einfach und schnell regulieren. Das könnte auf dem Oktoberfest beispielsweise nach Maß, Hendl und Zuckerwatte nötig sein… Es versteht sich von selbst, dass alle AMSEL-Lederhosen standardmäßig mit einem Zwickel versehen sind.

So gelingt ein authentisches und schönes Wiesn-Outfit

Klar, auf der Wiesn kann jeder das tragen, worin er sich wohlfühlt. Ein komplettes Trachten-Outfit macht aber natürlich am meisten her. Und was ist der perfekte Dresscode fürs Oktoberfest? Da hat AMSEL-Gründerin Alexandra noch ein paar Tipps: „Hirschlederne, Kniestrümpfe oder Loferl, weißes oder hellblaues Hemd (gerne auch klein gestreift), Weste und Janker, alternativ eine Strickjacke. Wer möchte, trägt noch einen Hut dazu.“

Trachtensocken oder Loferl auf dem Oktoberfest? Das ist Geschmackssache! (Bild: AMSEL)

Loferl, Trachtenstrümpfe und Schuhe fürs Oktoberfest

Neben den Strümpfen sind als Waden-Accessoires vor allem in Bayern die Loferl sehr beliebt. Wichtigster Unterschied: Loferl werden im Gegensatz zu den Kniestrümpfen nur auf dem stärksten Teil der Wade getragen, was ihnen auch den Namen „Wadenwärmer“ eingebracht hat. Goldene Regel: Zwischen Loferl und Fuß muss Haut zu sehen sein. Auf Socken dann am besten ganz verzichten oder unsichtbare Füßlinge wählen.

Haferlschuhe sind auf dem Oktoberfest immer die richtige Wahl. (Bild: AMSEL)

Trachtenstrümpfe werden zur kurzen Lederhose bis zum Knie getragen. Bei AMSEL gibt es die Strümpfe aus feiner, besonders langlebiger Merinoschurwolle und mit klassischem Zopfstrickmuster in verschiedenen Farben. Bei den Oktoberfest-Schuhen sind Haferlschuhe mit gerader oder seitlicher Schnürung der Klassiker, mit dem du immer richtig liegst. Alternativ kannst du auch zu Budapestern mit ihrem typischen Lochmuster greifen. 

Charivari: Das ideale Accessoire für die Oktoberfest-Lederhose

Was für die Damen das Kropfband oder Trachten-Collier ist, ist für die Herren das Charivari. Der Trachtenschmuck für die Lederhose wird über dem Latz wie ein Gürtel getragen und besteht aus einer silbernen Panzerkette mit verschiedenen Schmuckanhängern. Von Tiermotiven über Hörner, Edelweiße und Gamsbart bis hin zu Münzen gibt es eine große Bandbreite an Anhängern. Die vielen Tier-Anhänger sind dabei kein Zufall. Das Charivari geht nämlich auf den Ursprung der Lederhose als Kleidungsstück der Jäger Ende des 18. Jahrhunderts zurück, die mit den Ketten ihre erlegten Tiere als Statussymbole präsentierten. Befestigt wird das Charivari mit zwei Karabinern an den seitlichen Knöpfen der Lederhose.

Woran die Münchnerinnen und Müncher auf dem Oktoberfest die Touristen erkennen

Selbstverständlich darfst du deine Lederhose auf dem Oktoberfest genau so kombinieren, wie es dir am besten gefällt! Grundsätzlich solltest du dich aber an den bewährten Grundsatz „weniger ist mehr“ halten. Denn schließlich sollen nicht die kunterbunten oder „witzigen“ Accessoires auf der Wiesn im Mittelpunkt stehen, sondern die Hirschlederne. 

Auch wilde Stilmix-Varianten, beispielsweise kombiniert mit Sneakern oder karierten Tischdecken-Hemden in rot oder blau, lassen die schöne Oktoberfest-Lederhose bei Herren nicht gerade glänzen. Geschmunzelt wird bei den Münchnerinnen und Münchnern auch, wenn ihre Blicke die Landhaus-Trachten-Verfechter streifen: Diese meist aus viel gerüschtem Stoff bei den Damen und noch mehr Hirschgeweih-Hemden bei den Herren bestehenden Kleidungsstücke haben mit der traditionell bayerischen Tracht in etwa so viel zu tun wie ein Kölsch mit einer Maß Festbier. 

Die Pflege deiner Lederhose nach dem Oktoberfest-Besuch ist denkbar einfach. (Bild: AMSEL)

Nach dem Oktoberfest-Besuch: So pflegst du deine Lederhose

Waschen muss man die Oktoberfest-Lederhose nie bis maximal selten. Für kleinere Flecken von Schweinsbraten und Co. eignen sich zum Ausreiben spezielle Lederpflegetücher. Verkrustetes kann vorsichtig ausgebürstet werden. Wenn die Hirschlederne wirklich einmal stark verschmutzt ist, kannst du ihr ein mildes Bad spendieren. Wer das zu Hause machen möchte, sollte aber etwas Vorsicht walten lassen, um das Material nicht zu beschädigen. 

  1. Weiche die Lederhose in lauwarmem Wasser ein und gebe eine rückfettende Seife oder ein Leder-Spezialwaschmittel hinzu.

  2. Deine Lederhose solltest du auf gar keinen Fall walken, sondern nur vorsichtig drücken.

  3. Wenn du den Schmutz entfernt hast, drücke das Wasser so sanft wie möglich aus (nicht wringen!).

  4. Lasse deine Lederhose nun im Liegen (!) trocknen. Bitte nicht aufhängen, denn hierbei können unschöne Falten und Knicke entstehen.

Wer sich die Reinigung selbst nicht zutraut oder einfach keine Zeit dafür hat, kann die Oktoberfest-Lederhose natürlich auch in eine professionelle Lederreinigung geben. 

Noch mehr Informationen zu den Hirschledernen von AMSEL findest du hier!

 

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